28.04.2020 Lonnerstadt braucht Kredite

28.04.2020 Lonnerstadt braucht Kredite

Kita-Erweiterung

Lonnerstadt braucht Kredite

Der diesjährige Haushalt der Gemeinde Lonnerstadt ist durch die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens geprägt. Hauptsächlich daraus resultiert die Kreditaufnahme von mehr als 1,5 Millionen Euro, die zum Haushaltsausgleich notwendig ist. In der Sitzung am Montag wurde das von Kämmerer Tobias Weiß erstellte Zahlenwerk einstimmig verabschiedet.

Die Schulden, die Ende 2019 bei 535 Euro pro Kopf der 2045 Einwohner lagen, werden sich durch die Kreditaufnahme mehr als verdoppeln. Noch in diesem Jahr soll der Kita-Neubau fertiggestellt werden. 2021 wird sich dann die Sanierung des bestehenden Gebäudes anschließen. Mit knapp 1,2 Millionen Euro schlägt der Kindergartenbau im vorliegenden Haushalt zu Buche. Weitere 150 000 Euro sind für die übergangsweise Ausgliederung von Gruppen in die Schule angesetzt.

Ein Schwerpunkt für die Gemeinde werden noch für etliche Jahre die Maßnahmen der Städtebauförderung sein. Das denkmalgeschützte Kleebauernhaus fällt mit einem Haushaltsansatz von 216 500 Euro unter diese Maßnahmen.

80 000 Euro stehen für die Sanierung der ehemaligen Schule in Mailach samt einem barrierefreien Zugang zur Verfügung. 429 000 Euro hat der Kämmerer als weitere Beteiligung an der Baumaßnahme der Kläranlage in Höchstadt angesetzt, die nach Aussage der Stadt teurer gekommen ist als geplant war.

Mit einem Haushaltsposten von 100 000 Euro schlagen sich die Planungskosten für die Ailsbacher Kläranlage nieder. Da der Wasserrechtsbescheid abgelaufen ist, müssen sich die Gemeindeväter schon bald Gedanken über die Kläranlage machen. Zur Diskussion stehen eine Sanierung oder eine Druckleitung nach Lonnerstadt und von dort die Überleitung des Abwassers in die Höchstadter Anlage. Gefördert werde nur die wirtschaftlichste Variante. Nach den Förderrichtlinien (RZWas) müsse die Maßnahme bis Ende 2021 fertig und abgerechnet sein. “Ein sehr sportliches Ziel”, wie die künftige Bürgermeisterin Regina Bruckmann (FW) findet.

Keine freie Finanzspanne

Im Verwaltungshaushalt hat der Kämmerer aufgrund der Corona-Krise die Einnahmen aus Gewerbesteuer und Einkommensteuer “nach unten korrigiert”. Die Gewerbesteuer hat er mit 200 000 Euro (im Vorjahr 290 000) Euro angesetzt. Über die Einkommensteuerbeteiligung rechnet er mit Einnahmen in Höhe von 1,3 Millionen Euro (Vorjahr 1,372 Millionen). Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushalts schlägt die Kreisumlage mit 930 800 Euro (Vorjahr 919 300) zu Buche. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft beträgt 433 600 Euro (Vorjahr 421 000). Das entspricht 212 Euro pro Einwohner. Entsprechend niedrig fällt mit 74 900 Euro die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt aus. Eine freie Finanzspanne steht Lonnerstadt damit nicht mehr zur Verfügung.

https://www.infranken.de/regional/artikel_fuer_gemeinden/lonnerstadt-braucht-kredite;art154303,4997602

 

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